Mac-Desktops im Verkauf nur knapp hinter Windows-PCs
Es mag überraschend klingen, da ja Microsoft Windows als allgemein etabliertes System gilt, doch im Oktober 2009 lagen Apple-Computer mit einem Anteil von sehr beachtlichen 47,11 Prozent an den gesamten Verkaufserlösen auf dem Privatkunden-Markt nur knapp hinter PCs mit installiertem Windows. Dieser Wert stellt sogar noch eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahres-Wert von 33,44 Prozent dar. Die berichtete das Magazin Beta News, welches sich dabei auf eine Erhebung des Marktforschungsinstitutes NPD Group beruft.
Diese Zahlen relativieren sich allerdings, da sie den Anteil am Verkaufserlös darstellen, und nicht den Marktanteil nach verkauften Systemen. Mac-Systeme sind durchwegs wesentlich teurer als vergleichbare Windows-Systeme, so kann ein typischer Desktop-PC mit Microsoft Windows für durchschnittlich 491 US-Dollar gekauft werden, während ein vergleichbar Mac-Rechner um die 1338 Dollar kostet. Genauso verhält es sich bei Notebooks beziehungsweise Laptops mit installiertem Betriebssystem, hier kostet ein durchschnittliches Gerät mit Windows 519 Dollar, ein Apple-System hingegen 1410 Dollar. In diesem Marktsegment ist der Anteil an den Erlösen mit 34 Prozent aber auch geringer. Aus diesen Zahlen ist also leicht ersichtlich, dass sich durch die wesentlich höheren Preise auch fast gleich hohe Umsätze ergeben, trotz deutlich geringerer verkaufter Stückzahlen.
Es kann außerdem angenommen werden, dass gerade im Oktober auch die neuen iMac-Modelle sehr positive Auswirkungen auf den Markt hatten, während im Windows-Bereich viele lieber auf die Markteinführung von Windows 7 warteten. Die NPG Group geht somit davon aus, dass es sich um einen einmaligen Effekt gehandelt hat, der auf Dauer nicht zu halten sein wird.